Freitag, 25. Januar 2013

Hand-An-Haltung


Hand-Spiegelung

'Ich bin Menschen-Rater', wollt ich ihr sagen, 'hab mich verirrt im Land unsrer Fantasie' und nach verborgenem Schreibzeug wollte ich sie und nach heimlich geschriebenen Träumen fragen. Ich ging zu ihr hin, hatt alles vergessen. 'Ist dir auch so warm', fragt ich sie stattdessen - scherzend - selbst verloren in Unsinn und Scherz, wohl wissend, dass ihr gar nicht warm war ums Herz. 'Immer kalt ist mir, Sommer wie Winter, nur', 'es ist alles unsagbar kalt', ich sage das auch und, dass ich keinen Rat hab und keinen Ver-Rat an Ihren Sinnen, und ich erhalte Vertrauen und ihre kalte Hand darf ich nehmen und meinen kalten Verstand muss ich hineinlegen und darf sie anfassen, mir die Kälte unserer Körper zeigen lassen. Ich nehm sie mir von den Fingern zur Hand. Knete tastend kurz Sinn zu Sinn hin. Ich bin ihr keine Hilfe und leer ratlos, verspreche ihr Offenheit, Aufmerksamkeit, Nach-Denken, und - sie reicht mir die Hand ein weiteres Mal und bekennt sich erkannt nun als warme Hand mir, ihr Körper hat sich über mich gewundert, ich bin ihr zwischen äußerer Lächerlichkeit und einem harten kalten Kern, Sinn wie Stein, mit körperwarm sinnliche Hülle geworden.