Sonntag, 27. Januar 2013

Hingewundert


Es wundert mich sehr und ihn hart,
wenn ihr absichtlich zart
lächelt der Mund.
Durchs Licht ihrer Augen
ist mein Sehen und Sehnen
verwundert und wund.
Auf meines Herzens tiefsten Grund
brach sie ein, brachte ihn und es
selbst auch heimlich zum Stehn.
Sie ist das gewohnt, wird nachsichtig geschont
und ich leide und kann nicht mehr gehn.
Gebe dann mal ich Dummer
ihr noch meinen Kummer
mit sinnlosem Wortspiel bekannt,
werd ich gleich von ihr
mit dem Wunder der Rede
wörtlich übermannt, überrannt.
Doch selbst, wenn sie spricht
im Zorn und in Wut, weiß ich nicht,
was ich ohne sie soll,
bin sprachlos, froh, weil sie da ist, nur so,
das tut mir gut und so wohl.