Freitag, 9. November 2012

Mit Chiron auf dem Weg zur Abflughalle

Mein einziger Mensch

Sprich mit mir! Traust Du mir nicht?
Wie sollt' ich Dich denn nicht mögen?
und erst enttäuscht sein von Dir?
Du bist ein Mensch, stumm und echt,
wo mich nur Worte bewegen,
gedachtes Reden mit Dir.
Wie weit muss man denn ziehen?
Wie sehr der Andere sein,
sich im Wünschen vergehen?
Wie sehr muss man ersehnen,
selbst das, was er braucht, zu sein?
und das, was er nah bei sich mag?
Wer hat uns derart entzweit
aus mächtiger Traurigkeit
und beschenkt mit dieser Welt,
Glück so neben Leid gestellt,
dass zum großen Begehren
das Allein-Sein soll gehören,
zum Traum, den man nicht erhält,
zur Zweisamkeit nur Arbeit
und Eins-Sein in Einsamkeit,
nur leere Zufriedenheit sich gesellt?