Samstag, 1. März 2014

Gläubiger Singsang

Der religiöse Mensch, wenn er singt, äußert sich in einer von sehr groben fremden Melodien vergewaltigten Sprache. Sein Singsang ist als Inszenierung im öffentlichen Raum, als Musikstück ein zu ihm vollkommen passendes Klangspiel, denn auch er selbst ist ja nichts als die von einer fremden Macht vergewaltigte Stimme: er ist deutlich sichtbar nur das blökende Stimmvieh im Chor dirigiert vom Schlagstock eines Stimmungsmachers.