Donnerstag, 20. März 2014

Sinfonie

Was ist eine Symphonie? Eine Neubesprechung des befreiten tönernden Leibs. Was man bisher den Krieg der Welten genannt hat, war Vorspiegelung und eine Vorspielerei, Einstimmung und Missklang als Einklang, doppelter Gesamtklang, brüllender Auftakt des Orchesters selbstbestimmter Puppen mit leblosen Instrumenten. Das war doch noch ziemlich beschränkt. Eine rein europäische gebildete Kleinigkeit.

Der Anfang des Untergangs ist eine eintönige Zusammenballung von Fleisch (der neue Leib), Ein Klang, der nach Worten sucht, gegen die Beschriftung und gegen die Beschreibung. Noch spottet er ihr, oder nicht? Symphonie will er sein. Maschinist, Einsicht in seine Maschine.

Nietzsches Musik war leiblich mit Verlangen nach richtigem Wort. Das war nicht die typisch deutsche vertonte Altertümlichkeit seiner Zeit. Sie war ein die Große Welt berichtigendes Gegenstück Wirklichkeit und ein SpiegelGegensatz der falschen berühmt-berüchtigten Wagnerei.

Ein Narr ist im Äußersten dem Veräußerten begegnet in der Einsamkeit und Ekel geworden vor 
jedem Wert. Gegen den besonderen eigenen Leib sich zum Fremden über Wunden, das Gegengeschlecht als anderes von sich vereinnahmt. MannsLeib mit Weib. Männlich gespalten, sich in Gedanken übernommen? Er spart sich Lit(t)eratur, oberflache Grammatik und Reimerei.

Was gebiert denn sein Kleines, das schreit? die Ausgeburten der Höllenmaschine? Ein Fluggerät vielleicht, das ihn trägt durch Raum und Zeit? Ein Sprung in sich in die Ewigkeit? Ein Mensch zerspringt und hat den Grad seiner Bildung G und neu uns erfunden.