Dienstag, 4. März 2014

Vertonte Gefühle

Was hat Musik schon mit Gefühlen zu tun? Etwas Erhabenheit Anmaßung ist dabei, Geist, der sich verflogen hat in ein Werken unter Wert Werten unter Waren als Zwischenwert. Ihre Töne an sich sind verlorene Zwischenwerte im Reich der Überheblichkeit. Ihre leibliche Wahrheit ist eine andere. Ihr Zusammenklang ist Verrat am Gefühl, ein Verlust der Sinne, der närrisch heraustritt aus ihm. Echte Gefühle gehen unmittelbar und von allein von einzelnen oder mehreren Organen des Körpers aus. Zum echten Gefühl gehört auch eine Welt als Leib. Die ist uns vor langer Zeit schon verloren gegangen. Echte Gefühle wirken sich einfach in ihrer Welt aus und müssen nicht erst künstlich angesprochen werden. Die Musik mit ihrem Instrumenten- und Tongevolk deckt Gefühle in Ihrer Funktion und ihren Grundlagen nicht auf, sie entstellt nur verkleidet sie sich. Schlimmer noch: Musik ist ein aktiver Angriff auf die Grundlagen der Gefühle des Leibs. Sie ist Gefühlsvergewaltigung und mitschuld am Organraub. Sie greift auf eine hinterhältige Weise alle Organe an, ist schleichendes Gift für den Leib. Sie presst die vom Geist in seiner Widerlichkeit stillgelegte Sinn- und Leiblichkeit aus. Sie ist eine vollkommene Erniedrigung Verniedlichung der leiblichen Wirklichkeit.

Musik ist eine maschinelle Perversion von Sprachklang. Vom Instrument wird der Klang als Programm nur wieder dem Leib zugewendet. So verkehrt zieht es ihn an und verletzt ihn in seiner Selbstständigkeit. Seele ist nichts als die an die Instrumentalmusik verlorene Freiheit des Leibs. Seele ist nichts als die über dem Leib schwebende ihm ständig drohende Gewalt einer KlangMaschine. Also hat Nietzsche der Musik sehr dicht seine Seele geraubt und ihr den Sinn wieder gegeben? Seele zurück und Sinn hin! Der Leib soll wieder beseelt nur sein und die Musik doch Geist und Sinn allein für sich behalten.


In der Welt der Zeichen wird der Geist vom Leib gesondert wie die Sprache vom Ton. Schrift setzt Musik aus Sprache frei. Ein unbestimmter Rest von Leib hängt dem Geist an als Gefühlsverklumpung Niedergeschlagenheit. Dies ist auch die einzige Rückwirkung von Geist noch auf den lebendigen Leib. Auf dem Rückweg im leiblichen Untergang des Geists schließt die Musik sich ihm an wie ein falsches leibverfälschendes Programm und überschreibt die Wirkung der Organe wie der Virus den Lebenswillen der KörperZellen. Mit ihr zeugt der Geist im Leib eine herzlose Brut Gefühle ohne Grund also Organe mit eingebildeter Wirkung: Hypochondrie, Leid ohne Krankheit*. Also begann eines Geists Gespensts Untergang und hat einen wirklichen Leib befreit?


Die wahre Seele des Menschen wäre der vom Leib abhängige Geist.


Zum Verlust des Leibs und überhöhten Geist gehört also ein Gefühl-Einheitsbrei, dem sich die von der Sprache befreite Tönung oder der Klang echter Gedanken des Leibs zugesellt. Die Musik übernimmt bloß das eingebildeten Gefühlseinerlei und wird ein vieldeutiger Träger der allgemeinen Warenbeziehung der Menschen und der Gedanken aus einer Welt sich auseinandersetzender Zeichen übertragbarer Beziehungsvorstellungen. Träume sind keine Wünsche - es sei denn im analytischen Deutungseinerlei. Die Gefühle, die die Musik erzeugt sind keine urmenschlichen, sondern abstrakte zu denen etwas Gehalt aus dem Leib nur hingezwungen wird. Musik ist an sich die Oberfläche eines Gedächtnisses der Menschheit und nur Nachklang alter leiblicher Wirklichkeit und wirkender Ordnung der Welt. Die Traumzeit ist ein Wunder, das wir nicht begreifen sollen: unser Nachsinnen greift sie nur an. In Verbindung mit dem Geist und gelöst von der gesprochenen Sprache als reiner Stimmenklang und im Geräteton ist Musik nur noch Verrat am Gefühl und am Leib.


Da haben wir übrigens wohl den umgekehrten Krüppel in uns aus einem übergroßen Auge (Geist) Maul (Schriftsprache im Buchhaufen) und Bauch (Unsinn Einsinn Gefühlseinerlei)**! Das ist also mehr als nur die 'gebildete Einseitigkeit'. Es ist ein um den Leib beschnittenes Sein in einer Welt aus lauter Zeichen. 


Die Melodie ist ein Gefühlsextrakter, Darsteller einer Droge für falsche Bilder im Kopf die der Warenentfremdung aller Menschlichkeit und ihres Leibs stumme Sinne und taube Organe gefügig macht. Als hätte er es nötig! Sie ist ein Medikament das Teile des Körper steuert. Sie ist ein Gift des Besteuerns. Sie kommt uns teuer zu stehen. Die Musik befördert die Starre der Organe noch, beschleunigt deren Funktionsverlust. Indem sie aus Ihnen Gefühle erpresst, wird sie zudem zum kleinen gewöhnlichen Rausch für den Geist. Sie erlöst den Geist und täuscht uns über sich/ihn. Das ist die Erlösung der Menschheit also: ein wiedererweckter Scheintoter haucht einen Rest Leben aus.


Die Musik betäubt und übertönt den Geist insbesondere, wenn das verlorene Gefühl in bestimmten Bildern auf der Bühne unseres beschränkten Lebens erscheint. So wie der Klang einer falschen Sprache, so ist die Melodie einem falschen Leib in einer falschen BühnenTraumWelt zugeordnet. Das ist ein DrehBuch dazu: eine große Schrift die Szenen käuflicher Lust Liebe eingebildeter Trauer und Grausamkeit enthält: ein gedunsenes Seelchen** (Gefühl im WarenÜberSinn) hängt in ihm an einem kleinen Faden Nachgeschmack von Leib. Eine Fälschung von Welt und Leib ist uns in ihm hingedreht. Soll doch die letzte Krankheit (!) alle erlösen. Die Musik trägt den Rest von Leben die Geister hinauf auf die Bühne, macht den Menschen aus ihrer Sinn losen Niedergeschlagenheit eine Begeisterung, ordnet sein Gefühlseinerlei zum Schein und es wird alles zeitweise erträglich, erhält durch diesen Betrug den Großen Geist wohl am Leben***. Auch Glaube ist im Ansatz Musik mit Schauspielerei, Umkleidung des Schwachsinns für die Bühne, geistlose Lügerei, ewige Leier zu heiligen Texten stumpfen Verstandes.




*)Hypochondrie ist als eingebildete Krankheit mit der wirklichen nicht zu vergleichen, sie ist eher ein Übermaß an Gesundheit, sie ist ein Panzer, der aufgelöst oder aufgebrochen erst zur großen lebensbedrohlichen Krankheit wird (also war alles Nachdenken über eine 'Panzerung der Seele oder des Leibs oder des Geists' ein analytisches Einerlei, ein blöder Irrtum oder eine selbstsüchtige 'Wahrheit'). Das ist doch aller Leid: ein hin und her zwischen wirklicher schlimmer Krankheit und übergroßer Gesundheit. Es gibt einen Gegensatz von einer Öffnung des Leibs durch die Immunaktion und seinem sichernden Verschluss Verdichten.


**) Von der Erlösung - Z. Buch II


***) Der Mensch bekommt die Vorgänge in seinem Körper nicht in den Griff, wenn er sich nicht befreit vom bewussten Geist. Wissenschaft vergiftet den Leib. Aufklärung kommt doch von der Unmündigkeit her! Sie ist Schriftlichkeit. Mündigkeit hat mit Sprechen zu tun. Aufklärung ist ein Art Sprachverlust. Unser Sprechen ist nicht echt, es kommt von der Schrift her (die Odyssee der Körperlichkeit). Wir sind vollkommen unmündig also und weit weg von jedem richtigen Gedanken zum Leib.