Donnerstag, 6. März 2014

PreNous

Immer schreit der verlorene Leib entartet im Geist: 'wir sind das Volk und lassen uns gern einmal auch für einen anderen Staat zerreißen'. Der berechnende Geist, der sich schon im Zahlen der Waren wähnt, raubt seinem Leib nur den Nerv. Er hat den Leib enteignet, behauptet Besitzer seiner Gefühle zu sein. Sein Leib ist ihm Eigenschaft. Was dem Leib vollkommen reicht, ist dem Geist aber stets nur Gegenstand eines Vergleichs. Es genügt ihm nie, was er einem anderen gestohlen hat. Ganz gleich, was er kriegt aus dem Leib, immer meint er, er hat nicht genug und sogar noch das ganze Leben versäumt. Er lässt sich endlich lang schon vergangene Träume versichern im Hoffen auf Mehr und ferne Güte, versprechen Erinnern an höhere Wirklichkeit. Mein Leib aber hängt nur am Jetzt und hat seinen Himmel hier, er hat eine Seele für immer und ewig auf Erden und braucht keinen höheren Geist. Geist ist mir leblos trocken durchscheinend deutlich geworden wie hauchdünnes Papier und aus zufälligen Zeichen auf ihm besteht mir der Sinn.