Donnerstag, 13. März 2014

Überzahl des Leibs

Man glaubt vielleicht, dass der Leib nur immer zu widerlegen oder zu beweisen ist gegen seine Vergänglichkeit. Einer versucht ihn durch Wissen zu fassen und der andere hält ihm seinen Glauben entgegen. Beide tun ihm unrecht. Der Geist sucht seinen Sinn mit falscher Frage. Er selbst ist zu widerlegen und der Leib allerdings ist nur ein einfaches natürlich-notwendiges Sein! Geist ist ein Zusammenschluss von Wissen und Glauben, er ist ausschließlich aus diesen zwei Fehlern aufgebaut. Wissen ist außer uns (weltwarewahrheit) und der Glaube ist die menschliche Selbstaufgabe dazu. Geist ist also die freiwillige Unterwerfung (=Glaube) unter ein System äußerer Werte (=Wissen), unter Waren und Zeichen. Alles Übersinnliche steht so stets über einer abstrakten Funktion und bedarf ergänzend einer leeren Ableitung. Ein Hintersinn blickt da mit seinem .....Loch in die Welt. Jede beliebige blöde Zahl als Wissensvertreter besteht aus einem scheinbaren inneren Gegensatz und dem Vertrauen auf dessen Wahrheit. Ihr System ist vollkommen sinnlos und ihr einziger Halt ist der Glaube an diese Sinnlosigkeit. Damit ist nochmals deutlich die Ableitung des Glaubens aus dem negativen Aspekt einer Vergänglichkeit des Leibs und er erweist sich als Feind des Lebens. Lebensbejahend ist die Widerlegung des 'göttlichen' Geists. Der Leib ist ewig gegenwärtig und also fliegt der menschliche Geist nie in seiner Blase des Übersinns  - schriftlicher Einbildung - hin über die Erde, sondern nur als Hirn unter des Himmels Blau in unbeschwerter leiblicher Seligkeit. Anders: der überhebliche Geist ist entlassen und der Leib braucht keinen Sinn mehr, holt sich die Sinne zurück, überhebt mit seinem Hirn und seiner Welt sich nicht. Also stellt sich dem Hirn im geradegerückten Leib richtig die Frage?: Soll das Recht auf Wissen im Verband mit dem Unrecht des Glaubens die ganze Welt noch erfassen oder wird die Zahl der Reichen vergehen in der Überzahl des befreiten, seines Lebens bedürftigen Leibs?



Übrigens: Der letzter Beweis aller berechnenden Wissenschaft noch ist ein Opfer des Leibs. Der Geist wird ihr zur Wahrheit, Welt restlos vermessen, Leib endlich vergessen, er hängt zwischen Verachtung und Lächerlichkeit knapp über dem Bodenlosen. Der Glaube ist ihr auf das wesentliche reduziert oder erweitert zur 'Wahrheit': Glaube ist ein Glaube an den Glauben. Der Gläubige der Gewissenschaft definiert folgerichtig sich final durch eine selbstgestrickte tödliche Haltlosigkeit.