In Wagner und seiner Frau sieht man wie gut sich Regelhaftigkeit, äußere Gewalt, Äußerlichkeit im Sinn, Katholizismus zum einen mit dem Protestantismus zum andern, also mit reiner Gefühlmusik, freigesetzter undifferenzierter Innerlichkeit ohne Sinn formverlorener Leiblichkeit vertragen. Musik als Bild höchster Wollust zwischen Überheblichkeit und traurigem Niederschlag, reiner himmlisch falscher unendlich weiter Liebe und den müden sättigenden Ejakulationen abgezählt und zierlich wie nach Takt und Maß. Die Musik ist für W. als Mann und Mensch zwischen Sinn und Leib aus dem Zusammenhang gefallen und absolute Wirkung einer Sprache als Gegenstand ohne Wort und Bedeutung, für seine Frau ist sie Produkt eines Gnadenakts, der Absolution, die Gewalt und Macht ihr erteilen, ihr ist sie nur eine unangreifbare und unBgreifbare Rechtfertigung von Regel und Zwang, Vermögen als ZahlenLeib Waren im Überfluss Reichtum und Besitz. Musik ist hier also zweifach absolut. Ihre Absolution der hohlen allgemeinen Menschheit aus einem erlösten und aufgelösten Genius heraus ist notwendig verknüpft mit der absolut sinnlosen organverdichtenden und -vernichtenden Innerlichkeit des Einzelnen, eines unstrukturierten VollMenschen für sich allein. So geht wohl große Musik und wahre ökumenische Christlichkeit.